Was vor der Anschaffung einer Katze zu beachten ist

Wer sich eine Katze anschaffen möchte, sollte sich schon vorher Gedanken darüber machen, was alles für eine artgerechte Katzenhaltung benötigt wird und welche Verantwortung es mit sich bringt. 

Katzen gehören in Deutschland schon seit vielen Jahren mit zu den beliebtesten Haustieren. Doch leider sind die Tierheime immer voll mit abgegebenen oder ausgesetzten Katzen.

Kann ich einer Katze eine artgerechte Haltung bieten?

Als erstes sollte geprüft werden, ob die Rahmenbedingungen für das Anschaffen einer Katze stimmen. 

Eine Katze benötigt ausreichend Platz, damit sie sich auch frei bewegen kann. Außerdem sollte Platz für Spiele sein und ein Kratzbaum darf auch nicht fehlen. Auch eine Katzentoilette an einem geschützten Ort ist zwingend notwendig.

Wenn die Katze in eine Mietwohnung einziehen soll, so muss die Katzenhaltung vom Vermieter auch genehmigt sein. Zu beachten ist auch, dass alle Familienmitglieder keine Allergien gegen Katzen haben. Ansonsten wäre es schnell vorbei mit dem neuen Mitbewohner, wenn die Katze wieder abgegeben werden müsste.

Auch wenn schon andere Haustiere in diesem Haushalt wohnen, ist zu überlegen, ob diese eine Katze als neuen Mitbewohnen akzeptieren würden.

Auch wenn die Rahmenbedingungen für die Anschaffung einer Katze stimmen, sollte es dennoch keine leichtfertige Entscheidung sein. Wer sich nun für die Anschaffung einer Katze entscheidet, sollte sich auch bewusst sein, das es eine Bindung für ca. 13 bis 20 Jahre ist, für die Katzenhalter die Verantwortung übernehmen.

Die Katzentoilette und die Futternäpfe müssen regelmäßig gesäubert werden und die täglichen Spieleeinheiten gehören ebenfalls zum Alltag einer Katze.

Wohnungskatze oder Freigänger?

Auch diese Entscheidung sollte reiflich überlegt sein. Eine Katze, die bislang als Freigänger gelebt hat, würde sich als reine Wohnungskatze keinesfalls wohlfühlen. Daher liegt die Entscheidung eher bei der äußeren Lage der Wohnung.

Befindet sich die Wohnung mitten in der Stadt, umgeben von viel befahrenen Straßen, so ist eine Katzenhaltung mit Freigang nicht zu empfehlen. Wer aber seiner Katze einen Wohnraum mitten im Grünen bieten kann, ist natürlich optimal. Eine Wohnung mit Balkon kann ebenfalls katzensicher gestaltet werden mit einem Katzenschutznetz.

Einige Katzen genießen ihren Freigang auch mit einer Katzenleine. Die Katze an eine Katzenleine zu gewöhnen, ist allerdings auch mit Zeit und Geduld verbunden.

Neben dem Standort der Wohnung, ist auch die Wahl der Katzenrasse von Bedeutung, ob der zukünftige Bewohner Freigang benötigt, da einige Katzenrassen einen größeren Freiheitsdrang haben als andere. So ist beispielsweise die Russisch Blau mit einer Wohnungshaltung absolut zufrieden, da sie vom Wesen eine ruhige und anhängliche Katze ist.

Eine Norwegische Waldkatze hingegen ist eine eher temperamentvolle Katze, welche sich mit Freigang sehr wohl fühlt. 

Junge oder ausgewachsene Katze?

Hier ist die Entscheidung ebenfalls nicht so leicht zu treffen, da beides Vor- und Nachteile hat. Wer sich für eine junge Katze von einem Züchter entscheidet, so kann das Kätzchen um die 800 Euro kosten. Doch für Katzen-Anfänger kann ein Kätzchen auch zu einer großen Herausforderung werden. Junge Katzen besitzen einen enormen Spieltrieb und sind auch nicht gern allein.

Junge Katzen möchten viel Aufmerksamkeit und müssen erst einmal die Regeln des Zusammenlebens kennen lernen und festigen. Es bringt aber auch Freude, das Kätzchen beim Aufwachsen begleiten zu können.

Eine erwachsene Katze, beispielsweise aus einem Tierheim, ist in der Regel schon stubenrein und gut erzogen. Doch bei einer erwachsenen Katze kann es schwieriger sein, Vertrauen aufzubauen, wenn die Katze in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen hatte. Aber dennoch kann man mit sehr viel Geduld und Liebe eine ängstliche Katze wieder glücklich machen.